Wie Verdunstungskälte im Hochgebirge zur tödlichen Gefahr wird

Und wie Du Dich davor schützen kannst.

Warum durch Verdunstungskälte im Hochgebirge akute Unterkühlung droht

Der menschliche Körper kann Erstaunliches bewirken. Als einer von wenigen Organismen weltweit ist er in der Lage, zu schwitzen und damit seine Körpertemperatur zu regulieren.

Wenn wir schwitzen, setzt unser Körper Wasser frei, das auf der Haut verdunstet. Um in den gasförmigen Zustand überzugehen, müssen die Bindungen der Wassermoleküle durch die Zufuhr von thermischer Energie aufgebrochen werden. Dabei wird der Umgebung – unserer Haut und der uns umgebenden Luft – Wärme entzogen. Es entsteht Verdunstungskälte, die uns bei hohen Temperaturen und starker körperlicher Aktivität kühlt und Überhitzung verhindert.

Dieser so geniale wie überlebenswichtige Mechanismus wird im Hochgebirge jedoch schnell zur tödlichen Gefahr.

Geringerer Atmosphärendruck mit jedem Höhenmeter

Denn mit jedem Höhenmeter sinkt nicht nur die Temperatur, sondern auch der Luftdruck nimmt ab – ca. um 1 hPa pro 8 Höhenmeter. Die Luft wird dünner. Das hat primär zwei Gründe: Zum einen zieht die Schwerkraft der Erde die meisten Luftteilchen nach unten, sodass sie sich in Bodennähe konzentrieren. Zum anderen befindet sich in Höhenlagen weniger Luft über Dir, deren Gewicht nach unten drücken kann.

Die Folge: In jedem Liter Luft befinden sich in grossen Höhen weniger Luftteilchen als auf Meereshöhe. Daher fällt Dir auch das Atmen im Hochgebirge schwerer. Denn mit jedem Atemzug stehen dir weniger Sauerstoffmoleküle zur Verfügung.

Aber noch ein Effekt tritt ein: Wasser geht schneller in den gasförmigen Zustand über. So liegt der Siedepunkt bei 4000 Metern über NN beispielsweise bei 87 °C, bei 6000 Metern über NN sind es schon nur noch 80 °C und auf dem Gipfel des Mount Everest bei 8850 Metern über NN sogar nur noch 71 °C. Mit anderen Worten: Wasser benötigt weniger Energie, um in den gasförmigen Zustand überzugehen. Denn der geringere Luftdruck und die geringere Luftdichte bedeuten, dass weniger Luftmoleküle auf den Wassermolekülen lasten, die die aufsteigenden Wasserstoffmoleküle zurückdrängen. Es kann also leichter in den gasförmigen Zustand übergehen.

Mount Everest – 8848,86 Meter über NN
Mount Everest – 8848,86 Meter über NN

Wie Dich Verdunstungskälte binnen Minuten auskühlen lässt

Doch keineswegs bedeutet das für Dich, dass Du weniger frierst, weil die Verdunstung weniger Energie benötigt. Das Gegenteil ist der Fall: Im Hochgebirge ab 2.500 Metern setzt ein gefährlicher Effekt ein, der Dich blitzschnell auskühlen lässt. Denn die Feuchtigkeit aus durchnässter Kleidung verdunstet dort viel schneller und setzt in kurzer Zeit so gefährlich viel Kälte frei. Unsere körpereigene Klimaanlage reagiert gewissermassen über. Statt Dich bei körperlicher Aktivität leicht herunterzukühlen, bringt Dich die von Deinem Körper freigesetzte Feuchtigkeit nun in Gefahr einer akuten Unterkühlung.

Oft bleiben Dir nur wenige Minuten

Aufgrund der schnellen Verdunstung und der hohen Wärme, die Dir dabei entzogen wird, setzt eine lebensgefährliche Hypothermie selbst im Sommer bei sehr milden Temperaturen zwischen 10 –15 °C auf Erhebungen von 4000 – 6000 Metern über NN bereits nach weniger als 30 Minuten in nasser Kleidung ein; nach spätestens zwei Stunden besteht kaum noch eine Chance, Dich lebend zu bergen. Da die Temperatur in grossen Höhen oft nahe oder weit unter dem Gefrierpunkt liegt, sinken Deine Überlebenschancen drastisch: Bei durchgeschwitzter Kleidung, die ihre Wärmeleistung verloren hat, bleiben Dir oft nur maximal 5 – 15 Minuten, bevor Deine Körpertemperatur auf ein lebensgefährliches Niveau sinkt; der Kältetod tritt oft nach weniger als einer Stunde ein – zu kurz, damit Dich Rettungskräfte selbst bei guter Witterung erreichen.

Höhenwinde und trockene Luft verstärken den Wärmeverlust

Verstärkt wird der Wärmeverlust durch weitere Witterungsbedingungen des Hochgebirges, besonders die ganzjährig starken Höhenwinde, die auf Gipfeln regelmässig 75 km/h überschreiten, und eine extrem trockene Luft mit einer Luftfeuchtigkeit von oft nur 20% – 30% (Vergleich Deutschland im Jahresmittel: 75% – 80%). Die trockene Luft entzieht Deinem Körper gefährlich viel Feuchtigkeit und begünstigt eine (zu) schnelle Verdunstung; starke Winde entziehen Deinem Körper die warme, ihn umgebende Luft. Beide Phänomene lassen Dich noch schneller auskühlen.

Wie Du Dich vor Wärmeverlust durch Verdunstungskälte und Hypothermie schützen kannst

Die Bedingungen im Hochgebirge erfordern es, Deine Kleidung mit Bedacht auszuwählen und auf die extremen Wetterverhältnisse im hochalpinen Terrain anzupassen. Gerade in extremen Höhen von 4000 Metern und mehr solltest Du daher ganzjährig eine warme Daunenjacke mit wasserdichtem Aussenmaterial zumindest im Gepäck haben, um Dich bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich zuverlässig warm zu halten.

Die richtige Kleidung beginnt aber bereits mit dem passenden Base- und Midlayer. Während Base- und Midlayer aus synthetischem Material in den europäischen Alpen meist nur ein Komfortmanko darstellen, können sie in Höhen von 4000 Metern über NN und darüber schnell zur tödlichen Gefahr werden. Selbst ein dünner Base- oder Midlayer aus Merinowolle kommt in solchen Höhen an seine Grenzen. Denn beide Materialien können den enormen Wärmeverlust durch die hohe Verdunstungskälte in Höhenlagen nicht mehr ausreichend kompensieren.

Du brauchst deshalb ein Material, das dafür gemacht ist, um Verdunstungskälte in hochalpinen Verhältnissen zu minimieren: Yakwolle.

Into thin air
Weites Hochtal mit verschneiten Himalaya-Gipfeln

Wie die Atmungsaktivität von Yakwolle Auskühlung durch Verdunstungskälte verhindert

Ihr entscheidender Vorteil ist ihre hohe Atmungsaktivität. Yakwolle ist die atmungsaktivste Wolle der Welt und bis zu 66% atmungsaktiver als Merinowolle. Sie schützt Dich nicht trotz, sondern genau aufgrund dieser hohen Atmungsaktivität besser als jedes andere Material vor Unterkühlung durch Verdunstungskälte im Hochgebirge.

Denn Yakwolle ist darauf ausgelegt, Verdunstungskälte zu minimieren, indem sie die aufgenommene Feuchtigkeit sofort vom Körper wegleitet. Dies kann Yakwolle besser als jede andere Wollart. Dadurch entsteht die Verdunstungskälte nie direkt auf der Haut, sondern am Aussenstoff der Wolle, wo sie von den innenliegenden Yakfasern isoliert und somit abgeschwächt wird. Dieser Mechanismus begrenzt den durch Verdunstungskälte verursachten Wärmeverlust effektiver als jedes andere Material und schützt Dich damit zuverlässig vor Auskühlung nach körperlich anstrengenden Aufstiegen.

Warum unsere Base- und Midlayer die beste Wahl sind, um Wärmeverlust durch Verdunstungskälte im Hochgebirge zu reduzieren

Unsere Funktionskleidung ist die einzige Outdoor-Kleidung weltweit, die zu 100% auf Yakwolle setzt. Während unsere Mitbewerber Merinowolle oder Kunstfasern verwenden, die in extremen Höhen keinen ausreichenden Schutz vor Verdunstungskälte bieten, ist unsere Funktionskleidung dank des reinen Yakwollstoffes fürs Hochgebirge konzipiert und schützt Dich selbst unter den widrigsten Bedingungen. Selbst gegenüber einem Merino-Yak-Mischgewebe bietet unsere Funktionskleidung aus 100 % unbehandelter Yakwolle einen deutlich wirksameren Schutz vor lebensgefährlicher Auskühlung.

The Power of the Himalaya
Schroffe Gipfel des Himalaya zwischen Wolken

Ausserdem verwenden wir für unsere Funktionskleidung einen schwereren Strick (der aufgrund der höheren Atmungsaktivität aber genauso effektiv Feuchtigkeit reguliert).

Für den Schutz vor Auskühlung ist das aus gleich drei Gründen vorteilhaft: Ein schwererer Stoff kann zunächst mehr Feuchtigkeit aufnehmen, bevor er vollständig durchnässt ist und seine Isolationskraft verliert.

Ausserdem bildet unser stärkerer Strick eine extradicke Barriere gegen Verdunstungskälte. Leitet unser Base- und Midlayer Feuchtigkeit nach aussen, befinden sich zwischen dem Ort, an dem die Verdunstungskälte entsteht, und Deinem Körper mehr feine Luftpolster, die die Kälte isolieren und Dich vor Unterkühlung schützen.

Schliesslich sind Yakhaarfasern im Gegensatz zu Merinowoll- oder Polyamidfasern innen hohl und isolieren bis zu 40% besser gegen Kälte als Merinowolle. Die Barriere zwischen dem Ort, an dem Verdunstungskälte entsteht, und Deinem Körper ist also nicht nur extra dick, sondern auch besonders effektiv.

Diese Eigenschaften machen unsere Base- und Midlayer, Beanies & Scarves zu den besten Begleitern im hochalpinen Terrain, die Dich selbst auf über 6000 Metern über NN zuverlässig vor Unterkühlung durch Verdunstungskälte schützen.